Pflege des Olivenbaums
Der Olivenbaum (Olea europaea) ist eine mediterrane Gartenpflanze mit knorrigem Stamm und silbergrünen Blättern. Er liebt viel Sonne, wenig Wasser und ist bei gutem Schutz winterhart bis ca. -7 °C. Mit seiner zeitlosen Ausstrahlung ist er ein bleibender Blickfang im Garten oder auf der Terrasse. Wir erklären dir gerne alles über die Pflege.
Pflege des Olivenbaums
Pflegetipps für den Olivenbaum in Kürze
| Garantie | Frisch vom Erzeuger | |
| Liefertyp | Gartenpflanze wird im Anzuchttopf geliefert | |
| Lateinischer Name | Olea europaea | |
| Standort | Volle Sonne | |
| Wasserbedarf | ± 1x pro Woche | |
| Giftig | Nicht giftig | |
| Winterhärte | Winterhart bis ca. -7 °C | |
| Wartung | Gering |
“Wusstest du, dass ein Olivenbaum tausende Jahre alt werden kann? Rund um das Mittelmeer stehen Exemplare, die schon seit der Römerzeit wachsen. Mit deinem eigenen Olivenbaum holst du dir ein Stück dieser jahrhundertealten mediterranen Geschichte in deinen Garten.”
Häufig gestellte Fragen zum Olivenbaum
Schnelle Antworten auf die häufigsten Fragen zu Gießen, Winterhärte, Schneiden und Pflege.
Ist ein Olivenbaum winterhart?
Ein Olivenbaum ist einigermaßen winterhart: gut eingewurzelte Exemplare im Freiland vertragen vorübergehend Frost bis etwa -7 °C, manche kältetolerante Sorten sogar noch etwas mehr. Junge Bäume und Olivenbäume im Kübel sind deutlich frostempfindlicher. Schütze die Krone bei anhaltendem starkem Frost mit Vlies und decke die Wurzeln mit einer dicken Schicht Mulch oder Stroh ab. Steht dein Olivenbaum im Kübel, stelle ihn bei anhaltendem Nachtfrost an einen kühlen, hellen und frostfreien Ort, zum Beispiel in einen unbeheizten Wintergarten oder eine Garage mit Tageslicht.
Wie viel Wasser braucht ein Olivenbaum?
Ein Olivenbaum ist von Natur aus an trockenen, steinigen Boden gewöhnt und mag keine nassen Füße. Gieße erst, wenn sich die oberen 3 bis 5 Zentimeter der Erde trocken anfühlen: im Sommer ist das meist etwa einmal pro Woche, im Winter deutlich seltener. Sorge immer für einen Topf mit Abzugslöchern oder einen gut durchlässigen Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Im Zweifel lieber etwas zu wenig als zu viel gießen: Ein Olivenbaum erholt sich besser von vorübergehender Trockenheit als von dauerhaft nassen Wurzeln.
Wann und wie schneide ich meinen Olivenbaum?
Die beste Zeit, um einen Olivenbaum zu schneiden, ist das Frühjahr, sobald die Gefahr strengen Frosts vorüber ist. Entferne abgestorbene, beschädigte oder erfrorene Äste sowie Äste, die nach innen wachsen oder sich kreuzen, damit die Krone offen und luftig bleibt. Schneide schrittweise und nicht zu stark auf einmal: Ein Olivenbaum treibt leicht wieder aus altem Holz aus, aber zu viel auf einmal kann den Baum unötig schwächen.
Wie schnell wächst ein Olivenbaum?
Ein Olivenbaum ist von Natur aus ein langsam wachsender Baum: rechne mit wenigen Zentimetern bis etwa 20 Zentimetern neuem Wachstum pro Jahr, abhängig von Standort, Temperatur und Düngung. Genau dieses langsame Wachstum ist auch der Grund, warum Olivenbäume so alt werden können: in ihrer natürlichen Umgebung werden manche Exemplare Hunderte von Jahren alt. Geduld wird bei diesem Baum also reichlich belohnt mit einem kräftigen, charaktervollen Stamm.
Warum bekommt mein Olivenbaum gelbe Blätter oder verliert Blätter?
Die häufigste Ursache ist zu viel Wasser: Die Wurzeln eines Olivenbaums mögen keinen dauerhaft nassen Boden und reagieren darauf mit gelben Blättern oder Blattfall. Auch zu wenig Sonne, Kälte, Wind oder Stress durch Umstellen können Blattverlust verursachen. Verliert dein Olivenbaum im Winter in einem warmen, dunklen Raum Blätter? Dann ist das oft eine normale Reaktion, um Energie zu sparen, im Frühjahr treibt der Baum einfach wieder aus. Kontrolliere im Zweifel zuerst den Boden, den Standort und die Entwässerung.
Muss ich meinen Olivenbaum im Winter ins Haus holen?
Nicht unbedingt: Ein Olivenbaum kann an einem geschützten, sonnigen Standort mit guter Drainage problemlos draußen überwintern. Steht dein Baum im Kübel und wird anhaltender starker Frost vorhergesagt, ist es aber ratsam, ihn an einen kühlen, hellen und frostfreien Ort zu stellen, zum Beispiel einen unbeheizten Wintergarten, eine Garage mit Tageslicht oder an eine geschützte Mauer, wobei der Kübel in Vlies oder Luftpolsterfolie eingepackt wird. Lass den Baum so lange wie möglich draußen stehen, damit er genug Licht bekommt, und stelle ihn im Frühjahr allmählich wieder in die volle Sonne.
Ist ein Olivenbaum giftig für Haustiere?
Nein, der Olivenbaum (Olea europaea) gilt nicht als giftig für Hunde, Katzen oder andere Haustiere. Blätter, Rinde und Früchte enthalten keine Stoffe, die bei Verzehr direkt gefährlich sind. Frisst ein Haustier dennoch eine große Menge Blätter oder Oliven, kann das wegen des Faser- und Ölgehalts vorübergehend zu Magenbeschwerden oder leichtem Durchfall führen. Achte bei jungen Hunden und Katzen also darauf, dass sie nicht zu viele Blätter oder heruntergefallene Oliven fressen.